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„Reisekrankheiten“ –
individuelles Screening statt nur „Schema F“

Kaum ist die Sommerferienzeit vorbei, wird Ihnen ein Hund vorgestellt, der 3 Wochen in Ungarn war, seit zwei Tagen starkes Fieber hat und apathisch ist. Der Besitzer berichtet von einem starken Befall mit merkwürdig großen Zecken und Sie denken sofort an eine Babesiose, können aber auch andere Infektionen nicht ausschließen.

Die meisten Diagnostiklabors bieten Ihnen für solche Fälle ein Komplettabklärungspaket bestehend aus verschiedensten, meist serologischen Tests an. Auch wir haben ein solches Reisekrankheiten-Profil im Programm, unterscheiden uns aber in wesentlichen Punkten, da wir statt der Antikörper (AK)-Bestimmung den Direktnachweis von Ehrlichien und Babesien im EDTA-Blut mittels PCR durchführen. So konnte obiger Babesiose-Verdachtsfall des „Ungarn-Urlaubers“ in der frühen Krankheitsphase – wo eine Serokonversion (AK-Bildung) noch nicht stattgefunden hat – nur über den molekulargenetischen Nachweis des Erregers (Babesien-PCR: positiv!) bestätigt werden (Die AK-Bestimmung ist negativ ausgefallen).

Aber die Fragen gehen noch weiter:

  • ·Wie gehen Sie bei einem symptomlosen Patienten vor, dessen Besitzer eine Kontrolle auf mediterrane Infektionskrankheiten wünscht?
    --> Reisekrankheit
     
  • Wie verfahren Sie mit einem aus dem Urlaub mitgebrachten griechischen Straßenhund oder mit einem gesund erscheinenden Tier, das – wie immer häufiger der Fall – über einen organisierten Import durch Tierschutzorganisationen erworben wurde?
    --> Import-Check
     
  • Und was machen Sie mit einem Hund, der nicht im südlichen Ausland war, bei dem aber alles auf eine Ehrlichiose / Anaplasmose hindeutet?
    --> Infektionsverdacht ohne Auslandsaufenthalt

Es macht wenig Sinn, die skizzierten Konstellationen (und viele weitere sind möglich) mit dem gleichen Profil „abzuarbeiten“.

Gemäß unserem Motto „So zu arbeiten, dass Qualität und Aussagekraft jedes einzelnen Befundes gesichert sind“ wollen wir einen Schritt weitergehen und statt dem üblichen Vorgehen nach „Schema F“ eine für jeden Fall individuelle Abklärung mit Hilfe folgender Stufendiagnostik anbieten:

  1. Eingangsuntersuchung (noch ohne Serologie oder PCR):
    Hundeprofil, Großes Blutbild mit Thrombozyten und mikroskopischem Nachweis von Blutparasiten, ggfls. zusätzlich Retikulozyten, evtl. Knott-Test zum Filariennachweis
     
  2. Rücksprache zum Befund
     
  3. Festlegung spezifischer Abklärungen der jeweiligen Verdachtsdiagnose(n)

Je nach Zahl der weiteren Untersuchungen (PCR-Nachweise und/oder AK-Bestimmungen) bieten wir Ihnen eine Rabattstaffelung auf die Listenpreise an: bei 1 Untersuchung 10 %, bei 2 sind es 15%, ab 3 sind es 20% auf die Eingangsuntersuchung und die folgenden Tests.

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